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Kategorie: Immobilien-Fakten
Dienstag, 31. Januar 2017

Shoppingcenter mit Renditeschwierigkeiten

Shoppingcenter sind noch immer beliebte Investitionsobjekte beim institutionellen Anleger. In den vergangenen Jahren wurden dabei bis zu vier Milliarden Euro für den Verkauf oder Bau von Shopping-Centern gehandelt. Das ist an sich eine gewaltige Summe, aber die Umsätze aus dem Verkauf oder Bau von Shopping-Centern stagnieren auf hohem Niveau.

Nachteilig wirkt sich nach wie vor der niedrige Zinssatz am Markt aus, der sich auch auf die Rendite dieser Investitionssparte auswirkt. Shoppingcenter sind Milliarden-Objekte, die fast nie von nur einem Investor gestemmt werden können. Fast immer ist es eine Investitionsgruppe, die gemeinsam in ein solches Objekt plant und aufbaut. Darum hat sich der Markt in der Form entwickelt, dass es professionelle Bauherrn gibt, die ein Shoppingcenter nach dem anderen hochziehen, wenn eine genaue Marktanalyse hinreichend erfolgversprechend ist.

Im zweiten Schritt gehen diese Unternehmen an den Immobilienmarkt und verkaufen das fertige und laufende Projekt an eine Investorengruppe. Dabei waren es in der Vergangenheit vermehrt ausländische Investoren, was sich wieder ein Stück reguliert hat. Inzwischen steigen wieder mehr inländische Investoren in diesen Markt ein. Das hat auch bewirkt, dass die Nachfrage das Angebot an Einkaufs-Center übersteigt.

Die Hautinvestoren kamen bisher aus den Vereinigten Staaten, die allgemein vermehrt auf dem deutschen Immobiliensektor tätig werden, Großbritannien und einige arabische Staaten, die auf diese Weise ihr Kapital im Ausland investieren. Da ein Shoppingcenter in der Regel nicht von einem Einzelinvestor gekauft werden kann, sind vor allem Investorengruppen, institutionelle Anbieter, Fonds- und Assets-Manager in diese Investitionen involviert.

Wer nun denkt, dass es inzwischen genügend Center zum Flanieren geben mag, irrt. Noch immer werden in vielen Städten und Ballungsräumen Shoppingcenter geplant und von darauf spezialisierten Bauherren hochgezogen. Wenn die Umgebungsanalyse ergibt, dass die Bevölkerungsstruktur des Umlandes für ein tragfähiges Center ausreicht, sind die Investoren nicht fern. Beliebt sind bei Shopping-Centern vor allem zentrumsnahe Gelände, damit der Kunde am besten mit dem Auto in das im Shoppingcenter integrierte Parkhaus oder aber per optimaler Nahverkehrsanbindung in das Center gelangen kann.

Dass das oft zum Nachteil der ansässigen Fachgeschäfte ist, ist wohl nicht zu ändern, da sich Investitionen ihren Markt suchen. Die kommunalen Planungsstellen hoffen aber auch darauf, dass nicht wenige der Besucher dieser Einkaufsmeilen dann auch einen Bummel in die umliegende Stadt machen. Das passiert auch, aber wird leider nur von einem kleinen Teil der Besucher der Center wahrgenommen.
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