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Kategorie: Allgemein
Dienstag, 14. März 2017

Große Koalition - Härtere Strafen für Wohnungseinbrüche beschlossen

Fast in jeder Minute findet in Deutschland ein Einbruch statt. Auch wenn man noch nie einen Einbrecher in den eigenen Räumen gesehen hat, ist die Gefahr real. Nicht nur der Gelegenheitseinbrecher oder Beschaffungskriminalität sind die Faktoren, die sich auf die Zahl der Einbrüche auswirken. Auch und vor allem sind es Einbrecherbanden, die gezielt ganze Gegenden ausspionieren und aussichtsreiche Objekte als Ziel auswählen.

Dem will die Bundesregierung weiter begegnen, indem sie die Mindeststrafe für Einbrüche anheben will. Auch wenn der Hauseigentümer die notwendige Sorgfalt hat walten lassen und das Haus von der Hintertüre, über die Kellerfenster, vom Dach bis zur Haustüre hinreichend gesichert hat, schreckt das noch lange nicht jeden Einbrecher ab. Allerdings werden sich manche Einbrecher zweimal überlegen, wenn die Strafe entsprechend hochgesetzt wird.

Der Justizminister Heiko Maas hat einen entsprechenden Gesetzesentwurf gemeinsam mit CDU und CSU entwickelt, nachdem Einbrecher genauso hart bestraft werden sollen, wie Räuber, die zusätzlich mit Gewalt drohen. Das bedeutet, dass es für Einbruch ein Jahr Gefängnis als Mindeststrafe geben wird und nicht, wie bisher, nur sechs Monate. Das wird im Paragraph 244 des Strafgesetzbuches festgelegt werden, wenn das Gesetz in dieser Form den Bundestag passiert.

Begründet wird diese Gleichsetzung mit dem massiven Eingriff in die Privatsphäre des Bewohners. Viele Bewohner, die einen Einbruch erlitten haben, fühlen sich nach dieser Verletzung der eigenen Sicherheit nicht mehr wohl in den eigenen Räumen und haben oft psychologische Behandlung nötig. Das ist genügend Rechtfertigung für das Anheben der Mindeststrafe, so auch unsere Meinung.

Leider ist die Aufklärungsquote beunruhigend niedrig. Viele Einbrüche kommen zwar zur Anzeige, werden aber nie aufgeklärt. Der einzige Ansatz ist dann oft, dass gestohlene Gegenstände als Hehlerware wieder auftauchen. Aber selbst dann ist es oft sehr schwierig bis unmöglich, den ursächlichen Einbrecher zu ermitteln und der Strafverfolgung zuzuführen.
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