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Kategorie: Rund ums Haus
Mittwoch, 22. März 2017

Mülltrennung - macht das noch Sinn?

Wir alle praktizieren bewusst und aktiv Mülltrennung. Das ist, so kann beruhigt gesagt werden, eine der wirklich typischen Eigenschaften eines deutschen Bewohners, dass er sein Plastik, sein Papier, die Biotonne, Glasflaschen und den weiteren Restmüll voneinander trennt und diesen sogar zu Altglascontainern oder Papiersammelstellen bringt. Aber macht das wirklich Sinn? Wird der Müll auf diese Weise wirklich vermindert oder sogar wirkungsvoll recycelt?

Das statistische Umweltamt hat dazu in den vergangenen Jahren eine unglaubliche Zahl veröffentlicht. Der Durchschnittsdeutsche erzeugt pro Jahr die immense Müllmenge von etwa fünfhundert Tonnen. Die Zahl ist kaum zu glauben, wenn man sich diesen Berg einmal vorstellen mag, die ein solches Gewicht erzeugen würde. Natürlich wird hier alles einberechnet, was der Deutsche an Energiestoffen oder Wertstoffen verbraucht. Da sind auch die durchschnittlichen Reststoffe der Kraftwerke oder der Produktionsanlagen von Gütern enthalten, die dann letztlich beim Konsumenten landen. Aber doch ist es so. Diese Müllmenge ist Realität.

Also tut Mülltrennung gut. Die Beispiele sind bekannt, wo Plastikmüll sich in einfache Plastikgegenstände verwandelt oder Altpapier wieder zu neuem Recyclingpapier sprich Umweltpapier mit dem Umweltengel verwandeln. Aber oft stimmt auch die Kritik der Verbraucher, dass die Wirtschaft zwar die verschiedenen Tonnen leert, der Müll dann aber oft genug doch wieder in einer gemeinsamen großen Tonne, der Müllverbrennungsanlage landet. Das passiert vor allem dann, wenn es keine Abnehmer für die bereits im Groben sortierten Reststoffe gibt. Anstatt unendliche Halden aufzubauen wird es dann eben verbrannt.

Ein weiterer Grund, dass getrennter Müll oft nicht verwertet werden kann, liegt am Verbraucher selbst. Ein großer Anteil der getrennten Reststoffe landen nicht in den dafür vorgesehenen Tonnen. Ob dies nun aus Unachtsamkeit der Konsumenten passiert, die eine Plastiktüte zum Papiermüll geben oder aber der Verbraucher sich nicht sicher sein kann, in welche Tonne eine Papiertüte mit Verbundmaterialien, Tetrapak ist ein Beispiel, gehört. Ist das nun Restmüll, Papiermüll oder Plastikmüll? Es ist aber nicht Aufgabe der Verbraucher, kundige Mülltrenner zu sein. Es ist eine Aufgabe der Politik, dass die Materialien besser und einfacher getrennt werden können.
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