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Kategorie: Finanzratgeber
Dienstag, 06. Juni 2017

Steuern sparen bei Immobilien

Wer Immobilien besitzt, muss Steuern zahlen. Das weiß jeder, der Immobilien besitzt und manchmal mit Sorge an den Briefkasten denkt, was ihn da für Post erwarten mag. Aber es gibt eine, wenn auch etwas kniffelige, Möglichkeit, dem Fiskus doch einige Tausend Euro vorzuenthalten. Die Lösung lautet. Der Vermieter gründet eine GmbH, die die Einnahmen aus den Vermietungen vereinnahmt und innerhalb dieser neuen juristischen Person versteuert.

Eine GmbH bietet mancherlei Vorteile, die auch den Grund darstellen, dass die Rechtsform einer GmbH so beliebt ist. Auf der einen Seite begrenzt eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung das Haftungsrisiko. Geschehen Dinge, die sehr kostenträchtig sind und im schlimmsten Falle das eigene Gewerbe in den Konkurs treiben, haftet der Gesellschafter nur bis zur Höhe der Einlage. Danach ist der Vermieter raus aus der Haftung, wenn er denn einen Konkurs nicht verschleppt hat, was ihn dann wieder in die Haftung nehmen würde.

Vor allem aber lassen sich mittels der Rechtsform einer GmbH Steuern sparen. Die GmbH zahlt genauso Einkommensteuer, hier Kapitalertragsteuer genannt und den Solidaritätszuschlag. Gemeinsam mit der Gewerbesteuer, die bei einer GmbH auch anfallen kann, ergibt das eine Steuerbelastung von etwa 35 Prozent. Aber wem es gelingt, die Gewinnsituation so darzustellen, dass die Gewerbesteuer nicht greift, spart erheblich Steuern. Die Summe der zu zahlenden Steuern beträgt dann nur noch um die fünfzehn Prozent. Wenn das keine lohnende Aussicht ist?

Aber wie lässt sich das erreichen? Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewinn einer GmbH. Macht eine GmbH keinen Gewinn, ergibt sich logischer Weise keine Steuer. Eine juristische Person wie eine GmbH kann auf vielerlei Weise den Gewinn mindern, selbst wenn die Einnahmen ungebrochen in die GmbH einfließen. Investitionen senken den Gewinn eines Unternehmens. Sind es große Investitionen, können diese auf mehrere Jahre verteilt geltend gemacht werden. Wird das vom eigenen Steuerberater schlau verteilt, kann man so über viele Jahre den Gewinn einer GmbH so gering halten, dass keine Gewerbesteuer anfällt.

Weiter Möglichkeiten sind, Rücklagen für Investitionen. Das Unternehmen legt bereits eigentlich zu versteuernde Einnahmen zur Seite, um später geplante Investitionen durchzuführen. Ein Unternehmen kann auch die Verluste vergangener Jahre als Verlustvortrag geltend machen. Genauso sind alle anfallenden Kosten, auch ein üppiges Geschäftsführergehalt, Kosten, die den Gewinn einer GmbH senken. Weitere Beispiele würden den Rahmen einer wertfreien Aufzählung verlassen, aber man kann kurz zusammenfassen. Wenn ein Eigentümer eine GmbH gründet und alle steuerlichen Steuersparmöglichkeiten nutzt, kann er diese speziell für die Einnahmen aus Immobilienvermietung gewonnenen Gewinne zu einem nur sehr geringen Steuersatz versteuern und so den Gewinn im Unternehmen halten und für den laufenden Betrieb oder weitere Investitionen einsetzen.
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