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Kategorie: Allgemein
Donnerstag, 22. Juni 2017

In den Städten wird zu wenig gebaut

In den Städten wird zu wenig gebaut. Auch wenn die Auftragslage für die Baubranche insgesamt gut ist und flächendeckend pro Jahr Zehntausende Wohneinheiten gebaut werden, ist es so, dass in den Ballungszentren noch immer Wohnungsnot herrscht. Das Statistische Bundesamt berichtet, dass fast 80.000 Wohnungen gebaut worden sind. Sogar 12 Prozent mehr Wohnungen als im Jahr zuvor. Aber diese Bauten verteilen sich recht ungleichmäßig über Deutschland. Aber in den Ballungsgebieten herrscht trotzdem noch eine deutliche Unterdeckung an Wohneinheiten.

Laut Schätzungen fehlen in den Städten und Bevölkerungszentren wie dem Ruhrgebiet in diesem Moment akut mindestens 150.000 Wohnungen, um allen Wohnungssuchenden eine Wohnung in der gewünschten Größe und Ausstattung anbieten zu können. Allgemein gehen die Schätzungen dahin, dass pro Jahr 400.000 Wohneinheiten gebaut werden müssen, um die bevölkerungsreichen Gebiete mit Wohnungen und Häusern zu versorgen.

Baugenehmigungen gibt es reichlich, nur leider nicht so verteilt, wie sie tatsächlich benötigt werden. Es gibt Gebiete, die sind bei Investoren beliebter als andere Wohngebiete. Hamburg, Berlin, Köln oder München werden immer das bessere Los ziehen, wenn ein Investor ertragreiche Wohneinheiten bauen möchte. Da gehen Städte wie Bielefeld oder Hamborn, Mönchengladbach oder Ingolstadt vergleichsweise leer aus. Dort wird nur von einheimischen Investoren gebaut und dann häufig zum Eigenbedarf.

Neben der ungleichen Verteilung der Bebauung spielen aber auch andere Faktoren eine Rolle, die den Bau von Neubauten bremsen und behindern. Wird neu gebaut, fällt auch dort die Grunderwerbssteuer an. Das ist ein Unding, da neuer Wohnraum geschaffen wurde. Genauso ist es auch problematisch, dem privaten Investor die Steuerung seiner Investitionen zu überlassen.

Natürlich gibt es keinen anderen Weg, aber auf der anderen Seite werden auf diese Weise die Investitionen nicht unbedingt in die Richtung des größten Bedarfs gelenkt, sondern in die Richtung der größten und am schnellsten zu erreichenden Rendite.
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