Mein Konto

Immobilien News - ImmobilienPortal.de

Kategorie: Allgemein
Dienstag, 01. März 2016

Betriebskostenabrechnungen werden für Vermieter einfacher

Gute Nachricht für die Vermieter, auch wenn dies den Mietern nicht immer gefallen wird. Der Vermieter ist nicht mehr gezwungen, jeden einzelnen Rechenschritt bei den Betriebskostenabrechnungen aufzuschlüsseln und darzulegen. Dies hat der BGH (Bundesgerichtshof) so in seinem neuesten Urteil zu diesem Themengebiet geurteilt.

Es geht darum, dass Vermieter, die die Kosten von mehreren Gebäuden auf die Mieter umlegen müssen, diese nicht mehr aufschlüsseln müssen, sondern die auf die entsprechenden Abrechnungseinheiten umlegen dürfen ohne die Entstehung dieser Kosten detailliert auf Herkunft aufschlüsseln zu müssen. Da diese ein sehr komplexes Rechenverfahren ist, stellt dies eine echte Erleichterung für die Vermieter dar.

Im vorliegenden Fall ging es um eine gemeinsam genutzte Müllanlage, aber auch um Abwasser und Wasser im Allgemeinen, mehrerer an die gleichen Anschlüsse angebundenen Wohneinheiten, wo die Müllanlage und die Abwasserkanäle gemeinsam genutzt wurden. Der Vermieter verteilte diese Kosten also im entsprechenden Verhältnis auf die Gebäude und innerhalb der Gebäude auf die Einzeleinheiten der Mietwohnungen.

Ein Mieter war mit dieser Abrechnung nicht einverstanden, da er für das Gebäude, in dem er wohnte, einen umzulegenden Gesamtbetrag für das Gebäude sah, was so aber nicht richtig war, da dieser Gesamtbetrag auch schon ein umgelegter Gesamtbetrag, der die mehreren Objekte betraf, handelte. Streng genommen war der Gesamtbetrag kein echter Gesamtbetrag sondern auch schon ein kalkulatorisch ermittelter Betrag. Dieser Ansicht folgte allerdings das BGH nicht.

Dieses Urteil folgt bereits früher ergangenen Urteilen, in denen vom umgekehrten Fall ausgegangen wurde, dass ein Mieter nicht das Recht hat, die Gesamtkosten mehrerer gemeinsam abgerechneter Gebäude einzusehen, sondern eben nur dem Gesamtbetrag des Gebäudes, in dem der betroffene Mieter lebt.

Das Prinzip lautet weiterhin und ganz richtig, dass der Vermieter die Gesamtkosten der Betriebskosten pro Gebäude anzugeben hat, wenn er die Betriebskostenabrechnung vorlegt. Diese Verpflichtung findet allerdings eine Grenze, wo es schlichtweg ein nicht angemessener Aufwand bedeutet, die Kosten mehrerer Gebäude mit gemeinsam genutzten Anlagen aufzuschlüsseln. Da man im Mittel von gleichmässigem Verbrauch über alle genutzten Wohneinheiten ausgehen kann, wo es um die klassischen Posten wie Abwasser oder Müll geht, ist auch eine kalkulatorische Umlage der Gesamtkosten auf die einzelnen Gebäude statthaft und rechtens.
Beitrag empfehlen:

weitere Newsmeldungen

News-Kategorien:
Das große Lexikon der Immobilien.Sie wissen nichts mit Vertragsklauseln oder DIN-Normen anzufangen? Unser Lexikon schafft Abhilfe! Hier finden Sie alle Informationen rund um die Immobilienwelt.
Die neuesten Ratgeberbeiträge
Die neusten Blogbeiträge
Um Ihnen als Besucher ein optimales Surf-Erlebnis bieten zu können, verwenden wir Cookies auf unserer Seite. Indem Sie fortfahren, erklären Sie sich einverstanden mit der Nutzung von Cookies durch Immobilienportal.de. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.