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Kategorie: Hausbau
Freitag, 10. März 2017

Der Kampf der Baumärkte - Rabatte und Kundenkarten helfen dabei

Es gibt wohl keinen Bauherrn, der nicht auch Stammgast in den verschiedenen Baumärkten ist. Dort finden sich sogar die Bauherrn ein, die sonst mit Handwerk oder Basteln nicht viel am Hut haben. Das hat einen einfachen Grund. Bauen ist teuer und wer bis zur letzten Schraube alles vom Handwerker oder dem Bauunternehmen machen lässt, wird letztlich viel mehr bezahlen, als er zahlen müsste, wenn er sich auf den Bau des eigenen Hauses bis zur Fertigstellung beschränkt. Das ist schon teuer genug, da muss nicht auch noch das letzte Dichtungsband vom Handwerker angebracht werden.

Egal ob es um Tapeten, Badartikel, Werkzeuge, Zollstock oder einfach nur ein paar Schrauben für den letzten Küchenschrank in der neuen Wohnung oder Haus geht. Der Gang zum nahegelegenen Baumarkt ist irgendwann unumgänglich. Hier kann der Häuslebauer viel Geld sparen, wenn er dort, wo er kann, selbst Hand anlegt.

Genau das ist aber auch das Problem der Baumärkte. Sie kämpfen ums Überleben, da ein heftiger Preiskrieg zwischen den wenigen verbliebenen Baumärkten tobt und der Kunde konsequent nur preisbewusst einkauft. Es hat sich bei Studien ergeben, dass ein Bauherr viel preisbewusster einkauft, als jemand, der einfach so einen Artikel kauft, selbst wenn er auf das Geld achten muss.

Die Ersteller der Studie vermuten, dass das mit einem erhöhten Problem- und Geldbewußtsein beim Hausbau zu tun hat. Da tut nicht nur jeder Tausender weh, da wird auch versucht, am einzelnen Euro zu sparen, damit der Traum vom Haus nicht doch noch zum Alptraum wird.

Darum gehen die verschiedenen Baumärkte dazu über, dem potentiellen Kunden immer neue Sonderangebot und Rabattaktionen anzubieten. Es ist nicht so, dass sie es sich wirklich leisten könnten, sondern das ist das Gebot, mitgehen oder untergehen. Darum geben die Baumärkte auch Kundenkarten aus, wo die Kunden beim Einkauf Punkte sammeln können.

Die Praktikermärkte haben inzwischen über drei Millionen Kundenkarten herausgeben. Der andere große Konkurrent, Hagebau, Obi, Toom und Hornbach, stehen dem nicht viel nach. Ohne diese Aktionen können die Baumärkte aber inzwischen nicht mehr, da der Kunde diese Karten erwartet.

Das Problem, was aus diesen Aktionen und dem sowieso sehr aggressiven Preiskampf entsteht, ist, dass die Baumärkte nur noch eine sehr geringe Gewinnmarge haben. Das können nur die Größten und Stärksten durchhalten, weshalb schon viele regionale kleinere Baumärkte leise von der Bildfläche verschwunden sind.
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