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Kategorie: Umzug
Donnerstag, 23. März 2017

Wer eine Wohnung sucht lässt freiwillig die Hose herunter

Aus gegebenem Anlass entsteht dieser Artikel über die von Vermietern gewünschten Unterlagen und Auskünfte um die Wahrscheinlichkeiten für den Zuschlag für eine Wohnung zu erhöhen. Als Wohnungssuchender bekommt man fast das Gefühl, mehr die Hosen herunterlassen zu müssen, als man dies beim Arbeitgeber, der einen einstellen soll, schon muss. Denn einem Vermieter legt man nicht nur Belege der eigenen Bonität zu Füßen, sondern auch private Informationen, die nicht unbedingt mit der Arbeitstelle zu tun haben.

Aber welche Daten sind das, die ein Vermieter, speziell der Vermieter, mit dem ich gerade verhandele, gerne hätte. Er möchte die letzten drei Gehaltsbescheinigungen sehen, was ich schon einen recht starken Eingriff in meine Privatsphäre finde, aber da habe ich nicht viel Optionen. Bringe ich das nicht herbei, bekomme ich auch keine Wohnung. Ganz fatal ist es, wenn man zwar einen sicheren Job hat, aber diesen erst antritt. Beispielsweise durch einen Umzug in eine neue Stadt.

Des weiteren möchten Vermieter gerne eine sogenannte Schufa-Auskunft. Die Schufa, eigentlich ein Verein, erhält von den verschiedenen Stellen Informationen über einen Bürger und bündelt dies zu einem Beurteilungspaket, wobei ein Rating entsteht, dass dem Anfragenden mitgeteilt wird. Diese Schufa-Auskunft gilt es also auch herbeizubringen. Natürlich ist das auch mit Kosten verbunden, aber man möchte ja schön und gemütlich wohnen.

Damit die Sache auch rund wird, gibt man an, ob man eine Katze mitbringen möchte oder andere Besonderheiten an sich hat, die einem Vermieter eventuell nicht gefallen könnten. Diese Punkte werden mit der sogenannten Selbstauskunft abgefragt. Hier lässt der Wohnungssuchende nun endgültig und ganz freiwillig seine Hose herunter. Wer hier falsche Angaben macht und das kommt nach einiger Zeit als nachweisbare Falschangabe heraus, kann mit einer fristlosen Kündigung rechnen.

Wer das alles beibringen kann und noch dazu zur Zufriedenheit des künftigen Vermieters, der hat dann nur noch die finanzielle Last der Kaution und eventuell der Courtage zu stemmen und schon kann er einziehen. Mieter sein ist in der heutigen Zeit manchmal schwerer als einen Kredit bei der Bank zu beantragen. Die fragen zwar auch bei der Schufa nach, aber die wissen ja sowieso schon so ziemlich alle Einzelheiten, da sie einen ständigen und breiten Zugang zur Schufa und anderen bankinternen Informationssammlungen haben. Wenn man da mal als Kunde einen Blick auf den Bildschirm des Sachbearbeiters werfen möchte, wird der Bildschirm gerne vornehm und unauffällig weggedreht, auch wenn es um die ureigenen Daten geht.
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