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Kategorie: Umzug
Samstag, 25. März 2017

Die Vermieterbescheinigung ist zurück

Seit schon zwei Jahren ist laut Bundesmeldegesetz wieder Pflicht, dass Vermieter ihrem Mieter eine Vermieterbescheinigung ausstellen. Die Bescheinigung durch den alten Vermieter, dass ein Mieter ausgezogen ist, wurde darum wieder eingeführt, um Mehrfachanmeldungen von Mietern vorzubeugen. Das ist auch ein Versuch, nicht nur Sozialmissbrauch zu vermindern, sondern auch ein probates Mittel, um dem Mietnomadentum Einhalt zu gebieten. Zumindest soll so das parasitäre Mieten von Wohnungen vermindert werden.

Vermieter müssen sowohl den Einzug als auch den Auszug bestätigen. Das Gesetz schreibt für diesen Vorgang eine zweiwöchige Pflicht vor, so dass der Vermieter, geht der Mieter am Ende im Unfrieden, diese Bescheinigung nicht vor sich herschieben kann, sondern zügig tätig werden muss. Wenn ein Vermieter dieser Pflicht nicht nachkommt, kann darum auch ein Bußgeld von bis zu Tausend Euro verhängt werden.

Darüber hinaus riskiert ein Scheinvermieter, der einem nicht vorhandenen Mieter nur scheinbar eine Wohnanschrift gewährt, eine Strafe von sogar bis zu fünfzigtausend Euro. Natürlich wurde diese Ergänzung notwendig, um vorsätzlichen Betrügern keine Möglichkeit zu geben, der Pflicht zur Vermieterbescheinigung entgegenzuwirken.

Diese Vermieterbescheinigung ist prinzipiell formlos erstellbar, aber natürlich gibt es auch Vordrucke, die sich ein Vermieter aus dem Internet ziehen kann. In der Bescheinigung müssen bestimmte Informationen enthalten sein. So der Name und die Anschrift des Vermieters, ob es sich um einen Einzug oder Auszug handelt und natürlich den Namen des Mieters, also der meldepflichtigen Person.

Diese zusätzliche Bescheinigung macht es einem Mieter natürlich nicht unbedingt leichter, nach einer neuen Wohnung Ausschau zu halten. Sie ist kein Hindernis, wenn ein Mieter ordentlich umzieht, aber es ist mal wieder mehr Papierkram, der bewältigt sein will. Ist der alte Vermieter dann auch noch langsam und kommt nicht mit der Vermieterbescheinigung in die Gänge, wäre zwar theoretisch eine Anzeige gegen den alten Vermieter möglich, aber weder wird es etwas bringen, sich noch zum Abschluss im Unfrieden zu trennen, noch hilft es, wenn gerade im Moment dringend eine neue Wohnung gefunden und angemietet werden will und der neue Vermieter diese Vermieterbescheinigung erwartet und anfragt.
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