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Kategorie: Baufinanzierung
Montag, 15. Mai 2017

Auch der Arbeitgeber kann bei der Finanzierung eines Hauses helfen

Schon immer galt, und es gilt noch immer die Grundregel. Je mehr Eigenkapital ein Bauherr einsetzen kann, desto sicherer und solider ist die Finanzierung seines von ihm geplanten eigenen Heims. Nicht nur, dass der Häuslebauer bei der ihn finanzierenden Bank einen besseren Stand haben wird, sondern der Häuslebauer hat auch, je höher die Eigenkapitalquote ist, um so eher sein Haus vollständig abbezahlt, so dass er sein Haus wirklich als sein Eigentum betrachten kann.

Die üblichen Wege, die Eltern oder Großeltern geben einen Teil dazu oder überschreiben schon vor dem Ableben „mit warmer Hand“ einen Teil Ihres Erbes oder geben eine Sicherheit für beispielsweise das Baugrundstück, sind nicht immer möglich. Ob nun die eigene Familie kein Geld oder Sicherheit einsetzen kann oder sie es einfach nicht wollen. Bauwillige können es weder erwarten noch verlangen, dass die Familie, Eltern oder sogar Tanten und Onkel, bei der Finanzierung einspringen.

Wer in Lohn und Brot steht und also einen Arbeitgeber hat, der sich auch auf ungewöhnliche Finanzierungen einlassen möchte, kann sich glücklich schätzen. Dann gibt es eine weitere Finanzierungvariante, die der Bauwillige nutzen könnte, wenn sich sein Arbeitgeber darauf einlässt. Das Stichwort lautet „Arbeitgeberdarlehen“. Bei Mitarbeitern, die langfristig beschäftigt sind und noch sein werden, ist das auch für den Arbeitgeber eine durchaus sinnvolle und effektive Möglichkeit, seinen zuverlässigen Arbeitnehmer emotional noch mehr für sich zu gewinnen.

Ein weiterer Vorteil eines Arbeitgeberdarlehens ist, dass ein solches Darlehen nachrangig im Grundbuch eingetragen wird. Das Grundbuch ist also belastbarer, wenn denn doch einmal eine Finanzierungslücke auftreten sollte. Im Ernstfall ist dann eine weitere Beleihung möglich, da ein Bank immer den ersten Platz im Grundbuch beanspruchen wird. ,

Bei dem Arbeitgeberdarlehen ist zu beachten, dass es sich nicht um einen Lohnbestandteil oder einen Vorschuss handelt, sondern um eine vom Lohn unabhängig zu betrachtende Geldleistung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer. Natürlich ist ein schriftlicher und in der Form korrekter Kreditvertrag notwendig. In diesem Vertrag wird genau definiert, welchem Finanzierungszweck dieses Darlehen des Arbeitgebers erfüllt.

Im Vertrag sind die üblichen Eckdaten wie Kreditbetrag, Laufzeit, Zins und die Vertragsparteien genau benannt, so wie es sich für einen ordentlichen Vertrag gehört. Da der Kreditgeber, der Arbeitgeber, wohlwollend eingestellt sein wird, ist es sehr gut möglich, dass der Arbeitnehmer und Kreditnehmer einen zinsgünstigeren Kredit erhalten wird, als ihn eine Geschäftsbank gewähren würde.

So gesehen sollte ein Arbeitnehmer, der sich seiner Stelle und dem Wohlwollen seines Arbeitgebers sicher ist, einfach mal den Versuch starten, ob er nicht auch ein Arbeitgeberdarlehen von seinem Arbeitgeber erhalten kann.
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