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Kategorie: Finanzen
Montag, 15. Mai 2017

Möglichkeiten der Eigenleistung bei einem sogenannten Ausbauhaus

Will ein Häuslebauer für den Bau seines Hauses Geld sparen, wovon in der Regel auszugehen ist, entscheiden sich nicht wenige Bauherren für die handwerklich herausforderndere Variante ein sogenanntes Ausbauhauses. Wer als Bauherr Kosten sparen möchte oder nicht die Möglichkeit hat, ein Fertighaus oder ein Haus in Massivbauweise vollständig finanzieren zu lassen, wird sich überlegen, wie er zu seinem Ziel, ein eigenes Haus, kommen kann. Da bietet sich die Möglichkeit an, noch mehr als üblich Eigenarbeit in die Fertigstellung des eigenen Bauvorhabens zu stecken.

Bei einem Ausbauhaus handelt es sich prinzipiell um einen fertigen Rohbau, wobei sich aber der Bauherr den gesamten Innenausbau selbst übernimmt. Doch Achtung. Dieses Abenteuer sollten nur handwerklich geschickte und versierte Bauherrn wagen. Was die Sache ein klein wenig erleichtert ist, dass der Rohbau schon witterungsbeständig ist und alle Kabel, Rohre und die Elektrik bis an die Endstellen bereits verlegt sind.

Bei einem Ausbauhaus handelt es sich also um ein grundsätzlich funktionsfähiges Haus, dem allerdings so ziemlich alle Feinheiten eines fertigen Hauses fehlen. Die tragenden Wände sind vorhanden, aber sonst handelt es sich auch innen um ein praktisch nacktes Haus. Der Bauherr muss alles in Eigenarbeit erstellen. Die Zwischenwände zur Aufteilung der Räume, die Sanitäranlagen müssen noch eingebaut werden, Steckdosen und Schalter angebracht werden und natürlich muss alles noch verputzt, gestrichen und dann tapeziert werden.

Ein Ausbauhaus ist für den Bauherren eine gewaltige Herausforderung und einfach sehr viel Arbeit. An den Materialien wird er nicht sparen, da er die Materialien verbauen muss, die sonst der Bauunternehmer verwendet hätte, aber die Kostenvorteile liegen auf der Hand, da für diese Arbeiten die Handwerkerstunden nicht mehr anfallen werden.

Was der Finanzierung darüber hinaus zugutekommt, ist, dass die Eigenleistung auch Bestandteil des Eigenkapitals ist, was bei den Gesprächen mit der finanzierenden Bank immer gut ist, da das eigene Heim um so schneller abgezahlt sein wird, desto geringer das Baudarlehen ausfallen kann.

Nur eines ist absolut wichtig. Geld sparen kann hier nur, wer handwerklich auch die entsprechenden Fähigkeiten hat. Wer sich, nur um Geld zu sparen, mutig in das Wagnis wirft, einen Rohbau selbst fertigzustellen, und ihm fehlen aber die notwendigen technischen und handwerklichen Kenntnisse und Fähigkeiten, wird letzten Endes doch Handwerker beauftragen müssen oder aber das Haus letztlich in eine Ruine verwandeln können.
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