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Kategorie: Baufinanzierung
Donnerstag, 01. Juni 2017

Immobilie schon zu Lebzeiten den Kindern übertragen

Wer bereits erwachsene Kinder hat und Eigentum besitzt, sollte sich überlegen, ob er nicht schon vor dem Tag der Tage die eigene Immobilie an seine Kinder übergeben sollte. Das Stichwort lautet hier „Erbschaftssteuer“. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, dass der Schenkende, denn um eine Schenkung ginge es wohl in den meisten Fällen, auch noch bis zu seinem wohlverdienten Lebensende in seiner bisherigen Immobilie wohnen kann.

Diese Übergabe der eigenen Immobilie kann unbürokratisch und einfach abgewickelt werden. Es bedarf keiner komplizierten Vertragswerke oder mehrerer kostenträchtige Termine beim Notar. Natürlich ist ein Notar notwendig, da die Schenkung im Grundbuch eingetragen werden muss, aber insgesamt ist das ein recht unkomplizierter Vorgang. Natürlich kann unter Umständen Schenkungssteuer anfallen, wenn der Schenkende bei seinem Geschenk an seine Nachkommen die Freibeträge, die im Erbschaftssteuer- und Schenkungssteuergesetz (ErbStG) geregelt sind, überschreitet.

Übersteigt der Wert des Hauses diese Freigrenzen, ist es zu empfehlen, das Haus sozusagen in Teilen zu überschreiben, denn Schenkungen können bis zur Freigrenze alle zehn Jahre getätigt werden, ohne dass die Schenkungssteuer fällig wird.

Ein weiterer Punkt, den es zu beachten gilt, ist, dass eine Schenkung prinzipiell rückgängig gemacht werden kann. So groß das Vertrauen ist und so nah sich alle beteiligten an der Schenkung sind, kann es immer passieren, dass sich die Familienkonstellationen ändern. Da reicht es aus, dass der Schenkende, ist er nicht gebunden oder wird er Witwer, eine neue Partnerschaft findet, die diese Schenkung dann in einem anderen Licht sieht und auf den Schenkenden einwirkt.

Selbst wenn dies nicht passiert, kann das eine dauerhaft beunruhigende Situation für den Beschenkten werden, so dass dieser mit Investitionen zögern könnte, da er nicht wissen kann, ob die Situation stabil bleibt. Daher sollte man schon in guten Zeiten beim Notar eine entsprechende Klausel einfügen lassen, dass die Schenkung nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

Ist nun alles zur beiderseitigen Zufriedenheit geregelt, kann der Beschenkte sich beruhigt zurücklehnen und muss nicht mehr befürchten, dass etwas unvorhergesehenes geschieht. Zusätzlich haben der Beschenkte und der Schenkende das schöne Gefühl, dem Fiskus die Erbschaftssteuer vorenthalten zu haben - und das sogar ganz legal.
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