Mein Konto

Immobilienratgeber - ImmobilienPortal.de

Kategorie: Baufinanzierung
Montag, 26. Juni 2017

früher aus der Finanzierung aussteigen

Wenn der deutsche Häuslebauer ein Haus finanziert, wird er das in den seltensten Fällen vollständig aus eigener Kraft schaffen. Fast immer, sind neben Sicherheiten, auch Kreditmittel notwendig. Selbst wenn das Grundstück schon vorhanden ist, da es vielleicht von den Eltern vererbt wurde, wird sich eine Finanzierungslücke ergeben, die nur durch ein Baudarlehen oder einer Hypothek auf das Haus geschlossen werden kann.

Dabei ist es gerade in den heutigen Zeiten verlockend, eine die Finanzierung stützende Hypothek auf das neu gebaute Hause bei den geltenden Niedrigzinsen abzuschließen. Aber trotzdem sollte der Bauherr darauf achten, sich nicht auf zu lange Laufzeiten einzulassen, da niemand wissen kann, ob auch über viele Jahre die Hypothekenzinsen tragbar bleiben. Da reicht es aus, wenn ein Einkommen wegfällt oder sich die Einkünfte so weit verringern, dass die Finanzierung in Gefahr gerät.

Viele Bauherren haben darum das Ziel, spätestens mit dem Renteneintritt, in der Regel mit Fünfundsechzig, das Haus vollständig bezahlt zu haben. Wird eine Hypothek abgeschlossen, liegt die Zinsbindung meist bei zehn Jahren, in weniger Fällen sogar bis zu fünfzehn Jahren. Wer dabei aber eine zu geringe Tilgung vereinbart, steckt über viele Jahre fast alle Zahlungen rein in die Zinszahlungen. Das bedeutet, dass das Darlehen selbst sich erstmal nicht verringert. Da darf natürlich keine Einkommenslücke entstehen.

Darum sollte ein Bauherr danach streben, beim Abschluss seiner Hypothek eine möglichst hohe Tilgungsrate zu vereinbaren, da dann auch das Ziel, noch zu Berufszeiten das Haus abgezahlt zu haben, realistisch wird. Eine Tilgungsrate von beispielsweise zwei oder sogar drei Prozent, im Gegensatz zu sparsamen ein Prozent, tilgen nach wesentlich kürzerer Zeit Teile des Darlehens.

Will ein Hausherr, kommt er überraschend zu Geld, vorzeitig aus einer Finanzierung aussteigen, dann kann er die Gelegenheit nutzen und das Darlehen vorzeitig tilgen. Wer das tut, muss sich aber die sogenannte Vorfälligkeitszahlung gefallen lassen. Die Banken berechnen dem Hausherren bei einer vorzeitigen Tilgung des Darlehens die entgangenen Zinsen auf den Kredit, was durchaus, je nach Höhe des Baudarlehens, einige Zehntausend Euro sein können.

Darum gilt es genau zu rechnen, ob sich die Nutzung einer vorzeitigen Tilgung rechnet, oder ob es nicht doch besser ist, die Laufzeit auszunutzen und die hierfür notwendigen Beträge einfach aus dem Geldsegen zur Seite zu legen, um die Raten bequem bedienen zu können. Kleiner Vorteil hierbei am Rande. Entsteht doch ein dringlicher Geldbedarf, ist es möglich, auf diese Rücklagen zurückzugreifen.
Beitrag empfehlen:

Ähnliche Ratgeber

Themenwelt für Gewerbetreibende:
Das große Lexikon der Immobilien.Sie wissen nichts mit Vertragsklauseln oder DIN-Normen anzufangen? Unser Lexikon schafft Abhilfe! Hier finden Sie alle Informationen rund um die Immobilienwelt.
News-Meldungen
Die neusten Blogbeiträge
Um Ihnen als Besucher ein optimales Surf-Erlebnis bieten zu können, verwenden wir Cookies auf unserer Seite. Indem Sie fortfahren, erklären Sie sich einverstanden mit der Nutzung von Cookies durch Immobilienportal.de. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.